Guly Thing :: Zeitreise in die Vergangenheit

Gehe zu:

Aktuelle Position

Die Entstehung des Hains  »  Entstehung Guly-Thing

Inhalt: Entstehung Guly-Thing

Entstehung Guly-Thing

Am Anfang stand die Idee, die Vergangenheit aus verstaubten Geschichtsbüchern herauszuholen und lebendig werden zu lassen. Geschichte sollte anschaubar, anfaßbar, erlebbar werden!

In unserem Land werden jedes Jahr im Rahmen der Feldarbeit tonnenweise Findlinge, also Hinterlassenschaften der letzten Eiszeit, gesammelt. Es galt, die Unterstützung der Gemeindevertretung einzuholen, geeignete Exemplare dieser Sammlungen an einen passenden Ort zu transportieren und zu einem Steinkreis zu gestalten.

Der absolut trockene und regenarme Sommer 2003 unterstützte unser Vorhaben ungemein. Die Felder und landwirtschaftlichen Flächen waren so mit schweren Arbeitsmaschinen befahrbar, ohne daß Flurschäden verursacht wurden.

Baubeginn: 03.08.2003

An diesem ereignisreichen Tag  wurde auf der Hauskoppel des Biohofes Spannbrück ein 20 Tonnen Findling freigelegt, unter Medien- und hohem Bürgerinteresse von einem Spezialkran gehoben und an der vorbereiteten Stelle des Thingplatzes gesetzt.

Viele Zuschauer bestaunen die Arbeit des "Roten Willi".

Innerhalb weniger Tage wurden die anderen im Vorfeld organisierten Findlinge angefahren. Stein für Stein wurde vom Bauherrn unter Mithilfe des in Schörderup ansässigen Unternehmers Helge Iversen in wenigen Wochen in den Sand gesetzt. Innerhalb von drei Monaten wurden der Thingplatz, die Grill- und Feuerstelle in der nahen Splintbroau-Schlucht und die erforderlichen Wege fast vollständig fertig gestellt.

Warum wurde gerade dieser Ort ausgewählt?

Eine Rekonstruktion auf der historischen Stelle war aus wirtschaftlichen Gründen nicht angemessen. Daher wurde dieser Ort gewählt.

Hier finden wir:

  • eine Endmoränenschlucht aus der Eiszeit im Verlauf der Splintbroau
  • eine Siedlungsstelle / Lagerplatz des Nomadenvolkes der JÜTEN
  • den Standort einer Grabstätte (Urnenfriedhof) auf der Rückseite des Thingplatzes
  • einen Zusammenhang mit Gegebenheiten der alten Thingstätte in Gulde
  • die Höhe "Roi" in der Gemarkung Gulde mit herrlicher Aussicht rundum
  • die unmittelbare Nähe zum ausgeschilderten Wanderweg "Sattelschweine"
  • die befestigte Verbindungsstraße "Kirchenweg" zw. Gulde und Oersberg, die den Thingplatz zu Fuß und mit Auto leicht finden lässt
  • die außergewöhnliche Verbindung zwischen der Tiefe der Natur in der Schlucht und der Unendlichkeit der steinernen Vergangenheit auf der Höhe
 
 
Mehr